Status Quo:

Die „Hoffnungsfunken“ – Jugendliche beraten Jugendliche – bestehen derzeit aus einer Gruppe von 18 Jugendlichen, die zuverlässig und verantwortungsvoll als telefonische Berater regelmäßig ehrenamtlich tätig sind.

Im Frühjahr 2010 beendeten die 16 Jugendlichen der dritten Ausbildungsgruppe  ihre Ausbildung zum telefonischen Berater. Sie waren  seit Anfang Oktober jeweils einmal wöchentlich  á   3 Stunden und an einem Wochenende zu den verschiedenen Gesprächs- und Beratungstechniken als auch zu Beratungsinhalten geschult worden.                           Somit konnten ab 1. März 2010 wieder ebenso motivierte und engagierte „Hoffnungsfunken“ die bestehende Gruppe bereichern und ergänzen.

Rückblick:

Die „Hoffnungsfunken“ – Jugendliche beraten Jugendliche – bestanden bis September 2010 aus einer Gruppe von 22 Jugendlichen.

Leider mussten sich im September 2010 wieder einige Jugendliche vom Projekt verabschieden, da sie nach ihrem Abitur ihr Studium oder ihr Soziales Jahr begonnen hatten und sich diese Veränderung mit den Anforderungen des Projekts nur schwer vereinbaren lässt.  Somit ist die Gruppe derzeit auf 18 aktive Jugendliche geschrumpft.

Die Jugendlichen, die das Projekt aufgrund ihres Alters oder wegen ihres Ausbildungs-beginns verlassen haben, betonten rückblickend besonders die persönliche Weiter-entwicklung in der Zeit bei den „Hoffnungsfunken“. Alle ehemaligen „Hoffnungsfunken“ sind sich sicher, dass die Erfahrungen im Projekt sie bereichert haben und in ihrem weiteren Leben begleiten werden. Einige Jugendliche haben auch aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagements, das durch die Projektkoordinatorin, der Supervisorin und dem Kinderschutzbund entweder mit einer Würdigung oder bei entsprechenden Voraussetzungen auch durch ein Zertifikat schriftlich belegt wird, Vorteile bei der Studienplatz- oder Wohnheimvergabe erfahren.

Wir wünschen unseren ehemaligen Hoffnungsfunken alles Gute für die Zukunft.

Im März 2010 wurden aufgrund der großen Nachfrage die Beratungszeiten  erweitert – die Jugendlichen sind nun von samstags 14 bis 20 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 0800 111 0333 zu erreichen.

Im der Zeit von Februar bis November nahmen „die Hoffnungsfunken“  an mehreren internen Fortbildungen teil:

  • Trauerbewältigung bei Kindern
  • Ausbildungstag Mobbing und Cybermobbing
  • Schulung Safer Internet
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Dramadreieck
  • Ausbildungsabend Essstörungen
  • Amoklauf an Schulen
  • Ausbildungsabend Sex im Netz

Ferner beteiligten sich „die Hoffnungsfunken“ im Juli und im September an der Organisation und Durchführung der Kinderrechte-Ralley, einem Angebot des Deutschen Kinderschutzbundes Regensburgs für die anwesenden Kinder.

Im Juli besuchten die Hoffnungsfunken  die Katholische Familienberatungsstelle in Regensburg und informierten sich über die Arbeit dort.

Im Oktober bewarben sich „die Hoffnungsfunken – Jugendliche beraten Jugendliche“ um den Sparkassen-Bürgerpreis Regensburg. Sie gewannen mit 4253 Stimmen den ersten Platz des Online-Preises in der Kategorie Soziales.  

Im November  fand das 2. erfolgreiche Reflexionswochenende der „Hoffnungsfunken“ in der Tagungsstätte Kastell Windsor statt.   Es gab vier Workshops zu den Themen:

  • Die persönliche Beteiligung am Bestehen, an der Etablierung und Weiterentwicklung des Projekts;
  • Öffentlichkeitsarbeit – Gestaltung eines Spendenaufrufs
  • Welche Themen interessieren uns? – Planung der Fortbildung für das kommende Jahr
  • Selbstreflektion: Was hat sich bei jedem Einzelnen durch die Beteiligung am Projekt verändert?

sowie Übungen zur Selbsterfahrung und Gruppendynamik.

Die „Hoffnungsfunken“ waren  und sind immer sehr an den Fortbildungen interessiert.          Auch bei diesem Reflexionswochenende, welches insbesondere die Gruppenzugehörigkeit und die Identifikation mit dem Projekt stärkte, waren sie fast vollständig vertreten. Es war der einstimmige Wunsch der Jugendlichen, solche Reflexionstage regelmäßig zu wiederholen.

Ebenfalls im November nahmen vier Jugendliche und die Projektkoordinatorin an dem von  „Nummer-gegen-Kummer“ organisierten dreitägigen bundesweiten  Austauschtreffen aller Standorte von „Jugendliche beraten Jugendliche“ in Neuss teil. Neben einem Austausch über die Erfahrungen der einzelnen Projekte wurden auch zwei Workshops zu den Themen Safer Internet und „Migration, Familie, Sexualität“ angeboten.

Und hier noch ein paar Zahlen aus der letzten Jahresstatistik:

Im Zeitraum von Januar bis Dezember  2009 fanden samstags von 14 – 19 Uhr insgesamt 1.363 Telefongespräche statt,  davon  handelte es sich in 312 Fällen um intensive Beratungsgespräche. Zwei Drittel der Ratsuchenden erhielten jedoch ein Besetztzeichen und kamen nicht durch!

 

Herzlichen Dank:

Durch die unkomplizierte und schnelle Zusage der notwendigen Fördermittel  für die Anschlussfinanzierung durch die Auerbach Stiftung im November 2009 konnte der Schwerpunkt auf die fachliche und qualitative Ausbildung, Fortbildung und regelmäßige Supervision gelegt werden. Davon profitiert das Projekt in vielerlei Hinsicht, insbesondere durch das zunehmend professionelle Verhalten der beratenden Jugendlichen am Telefon. Deshalb  möchten die Jugendlichen und ich der Auerbach Stiftung, hier insbesondere der Familie Auerbach und Herrn Gessler, unseren großen Dank aussprechen.

Herzlichen Dank auch an alle anderen Spenderinnen und Spender für die Fördermittel und die Anerkennung des besonderen Engagements der Jugendlichen. Mit dem Geld kann das Bestehen des Projekts gewährleistet werden und somit kann mehr jugendlichen Anrufern kompetent geholfen werden.

Die „Hoffnungsfunken“ freuen sich über jede weitere finanzielle Unterstützung und Förderung, z.B. für die Koordination des Projekts, Aus- und Fortbildungen, Gruppenveranstaltungen und Reflexionstage!

Ein Dankeschön auch all diejenigen, die bei der Abstimmung zum Sparkassen-Bürgerpreis online für die Hoffnungsfunken „gevotet“ haben. 

Des Weiteren möchte ich an dieser Stelle danken:

Allen Jugendlichen, die dem Projekt ihre Zeit ehrenamtlich zur Verfügung stellen, mit Interesse, Ideen, Freude, Humor, Können und Wissen dabei sind und vielen anderen Jugendlichen durch ihre Beratung geholfen haben.

Andrea Grabert für die professionell und engagiert gestaltete Ausbildung und Supervision und die ehrenamtlich geleisteten Stunden. Mein besonderer Dank auch für die inspirierende kollegiale Zusammenarbeit.

Christa Lindner, der Vorsitzenden des Kinderschutzbundes Kreisverband Regensburg/Oberpfalz e.V. als auch dem gesamten Vorstand für die Trägerschaft des Projekts und die kontinuierliche Unterstützung.

Pamela Eckel, der Koordinatorin des Kinder- und Jugendtelefons in Regensburg, für die gute Zusammenarbeit.

Frau Elke Straubinger von der Alten Mälzerei Regensburg, die uns die Anmietung zusätzlicher Räume zu einem günstigen Mietpreis möglich gemacht hat.

Herrn Stefan Voigt, der sich all unserer technischen Probleme annimmt.

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