Vertragsunterzeichnung_KinderschutzbundDie Pressemitteilung des Landratsamtes

Kooperationsprojekt von Servicestelle für Familien und Kinderschutzbund startet

Regensburg (RL). Nicht jede Familie hat Großeltern in der Nähe. Oft leben diese zu weit entfernt oder es gibt keine Großeltern mehr. Manche Senioren wiederum hätten gerne Kontakt zu Kindern, haben aber keine eigenen Enkel. So fehlt in vielen Familien der Kontakt zwischen der Kinder- und der Seniorengeneration. Das Projekt Paten-Großeltern der Servicestelle für Familien im Landkreis um Leiterin Maria-Luise Rogowsky, in Kooperation mit dem Kinderschutzbund soll jetzt im Landkreis Regensburg diese Lücke füllen. Landrat Herbert Mirbeth unterzeichnete kürzlich die Kooperationsvereinbarung und gab damit den Startschuss für dieses generationenübergreifende, ehrenamtliche Projekt.

Frauke Riegelsberger-Ganglmeier von der Geschäftsführung des Kinderschutzbundes betonte, dass der Bedarf von Kindern und Jugendlichen nicht an politischen Grenzen gemessen werden könne und sich der Kinderschutzbund gleichermaßen im Landkreis engagieren möchte. Landrat Mirbeth dankte dem Kinderschutzbund für sein verstärktes Engagement, vor allem im ehrenamtlichen Bereich. „Ehrenamtliche geben der Gesellschaft in verschiedenen Bereichen sehr viel. Diesen Dienst am Nächsten spüren Ehrenamtliche selbst als Bereicherung“.

Die Idee, die hinter dem Patengroßelternprojekt steht: Ältere erfahrene Menschen, die gerne einen Teil ihrer Zeit und ihrer Lebenserfahrung an die jüngere Generation weitergeben möchten, sollen mit Familien, die den Wunsch nach Kontakt zwischen der Kinder- und der Seniorengeneration suchen, zusammengebracht werden. Ziel ist es, längerfristige Beziehungen zu initiieren, die zu gegenseitiger Unterstützung zwischen Kindern, ihren Eltern und den Patengroßeltern führen und die ehrenamtlich durchgeführt werden. Ob gemeinsame Spielplatzbesuche, das Abholen von der Kita oder auch Ausflüge – alles, was Groß und Klein Spaß macht und gut tut, soll das Aufgabenfeld der Paten-Großeltern sein.

Dabei geht es um ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Eine Art kostenloser Babysitter-Dienst oder Gratis-Haushaltshilfe, das betonen die Organisatorinnen, sollen die Paten-Großeltern nicht sein. Im Vordergrund stehen die Begegnung zwischen Groß und Klein und gemeinsame Unternehmungen. „Dabei werden Werte vermittelt, ohne in die Erziehung einzugreifen“ so die Initiatorin Maria-Luise Rogowsky. Sie hat die zahlreichen Anfragen vor allem von Alleinerziehenden nach Paten-Großeltern ernst genommen und den Kinderschutzbund gewinnen können, die qualifizierte Vermittlung, Begleitung und Beratung zu übernehmen.

Während sich bereits viele interessierte Familien mit Kindern gemeldet haben, suchen die Organisatorinnen noch nach potenziellen Paten-Großeltern. Sie wollen Senioren ausdrücklich Mut machen. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, sollte Freude am Zusammensein mit Kindern und jungen Familien haben und sich vorstellen können, in einer Familie Ansprechpartner/in und Spielgefährte zu sein.

Kontakt und Information: Bei der Paten-Großeltern-Projektleitung im Kinderschutzbund: Maria Heilmeier, Telefon 0157/34 67 07 69 oder E-Mail: m.heilmeier@kinderschutzbund-regensburg.de Sie organisiert das Kennenlernen von Familien und Paten und begleitet die Patenschaften.

 

Bildtext (von links): Landrat Herbert Mirbeth bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit Maria Heilmeier als Projektleitung und Frauke Riegelsberger-Ganglmeier, der 1. Vorsitzenden des Kinderschtzbundes Regensburg

 

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