Langsam zurück zur Normalität

Liebe Kinderschützer*innen!

Ganz langsam und sehr vorsichtig dürfen wir wieder zu unserer eigentlichen Aufgabe zurückkehren, uns um diejenigen zu kümmern, die uns am meisten brauchen und uns am Herzen liegen.

Zum 16. März haben zwei unserer Projekte ihre Arbeit verändern und reduzieren müssen, die „Familienpaten“  und der „Begleitete Umgang“.  Für alle, die sich in diesen Projekten so liebevoll engagieren, wurde der persönliche Kontakt zu unseren Schutzbefohlenen zu gefährlich. So mussten alternative Möglichkeiten des Kontaktes gefunden werden. Telefon, Mail und auch die Post wurden genutzt, um trotzdem zumindest ein Mindestmaß an liebevoller Zuwendung zu geben. Die zwei anderen Projekte „kopfhoch“ und die „Hoffnungsfunken“ bekamen in Zeiten einer Pandemie auf einmal eine ganz andere Art der Aufmerksamkeit.

Nun sind sieben Wochen vergangen, sieben Wochen, die im Nachhinein gar nicht so lang erscheinen. Sieben Wochen, in denen die Arbeit des Kinderschutzbundes weiterging, zwar anders als sonst, aber nicht weniger konzentriert. Es scheint so, als ob wir uns in den vergangenen sieben Wochen wieder ein bisschen mehr auf das konzentriert haben, was wirklich wichtig ist. Die Beschäftigung mit den Fragen: Was braucht es um sich zu kümmern? Was ist wirklich nötig und worauf können wir verzichten?  hat uns gezwungen zu filtern. 

Das wollen wir mitnehmen aus dieser Zeit und uns auch in Zukunft die Zeit nehmen, immer mal wieder bewusst innezuhalten und uns die Frage zu stellen: Ist das wirklich nötig? Die Konzentration auf das Wesentliche ist nicht immer ganz leicht, aber gerade in unserer Arbeit von besonderer Wichtigkeit.

Damit lasst uns gemeinsam behutsam wieder loslegen und auch für die Zukunft hoffen, dass weiterhin alles gut geht und wir gesund bleiben.

Mit allerherzlichsten Grüßen

Frauke Riegelsberger